Wanderung zur Latemarhütte (Rifugio Torre di Pisa)

Die Latemarhütte lässt sich von verschiedenen Ausgangspunkten aus erreichen. Im Latemarium gibt es 3 Möglichkeiten: Obereggen im Eggental, Pampeago und Predazzo im Fleimstal. Je nach Startpunkt ändert sich zwar die Route, aber die Ausblicke und Emotionen bleiben immer die gleichen.


Ausgangspunkt Pampeago und Predazzo

Wenn Sie die Bergwanderung in einem der beiden Orte des Fleimstals beginnen, überqueren Sie in beiden Fällen den Feudo-Pass. Dieser ist von Pampeago aus mit dem Latemar-Sessellift und einem zirka 20-minütigen Fußmarsch auf dem Weg 504 erreichbar, von Predazzo aus nimmt man hingegen die Kabinenbahn Stalimen-Gardoné und den Sessellift Gardoné-Feudo-Pass.

Vom Pass aus folgen Sie dem Weg Nr. 516, der über eine anfangs steile und dann sanfter werdende Grashalde hinaufführt, von wo aus die Aussicht auf das Pampeago-Becken und seine Almweiden beeindruckend ist. Bei einem Blick zum Himmel kann man auch die auf einem Felsenturm thronende Latemarhütte bewundern. Sie scheint weit entfernt zu sein, wir lassen uns davon jedoch nicht abschrecken, denn dank der angenehmen Wanderung spüren wir keine Müdigkeit.

Ein charakteristisches Highlight in diesem ersten Wegabschnitt sind die sogenannten Omeneti, die Steinmännchen am Wegesrand, die sich von kleinen Wegmarkierungen nach und nach in Steinskulpturen verwandelt haben, auf denen alle ein Zeichen für ihr Vorbeikommen hinterlassen können.

Das erste Zwischenziel ist die Kreuzung mit dem Weg Nr. 22, die Sie für eine kurze Rastpause nutzen können. Gehen Sie dann nicht auf dem Weg 22 weiter, sondern folgen Sie dem anfangs gepflasterten und dann schottrigen Pfad bergaufwärts. In diesem Abschnitt gewinnen Sie an Höhe und erreichen als zweites Zwischenziel: einen sanften, grasbewachsenen Sattel. Hier können Sie sich ausruhen und das herrliche Panorama bewundern, während ein Blick nach oben das bereits viel näher gelegene Ziel dieser Wanderung zeigt. Im Talboden sehen Sie die Ortschaft Predazzo.

Eine weite Kurve nach links führt Sie zu einer Geröllhalde, wo Sie das letzte Stück des Weges einschlagen. Sie steigen auf felsigen, aber ungefährlichen Passagen und hölzernen Stufen nach oben und kommen dann zu Stufen aus Fels, die Sie mit einer letzten Anstrengung zur Berghütte führen.

Als Belohnung für die Mühe erwartet Sie in fast 2.700 m Höhe ein unendlicher 360°-Rundblick auf die Gebirgskette Lagorai und das Granitmassiv der Cima d’Asta. Auf der linken Seite ragen die Pale di San Martino mit ihren spitzen Formen empor. Noch weiter links können Sie die Civetta, den Monte Pelmo und den Antelao sehen. Es folgen: die Marmolata, die Tofana di Mezzo und der Piz Boè. Im Osten erblickt man den Ortler und den Monte Cevedale gefolgt von den Brenta-Dolomiten.

Auf keinen Fall dürfen Sie sich das charakteristische Element dieser Wanderung entgehen lassen: den sagenhaften Torre di Pisa. Vom nur wenige Meter von der Berghütte entfernt liegenden Hubschrauberlandeplatz aus haben Sie einen tollen Blick auf die Felsformationen des Latemar-Beckens mit dem legendären, etwa 40 m hohen schiefen Felsenturm, dessen Name von der Ähnlichkeit mit seinem Namensvetter in der Toskana herrührt.

Nach einer Rast in der Latemarhütte geht es auf derselben Strecke zum Ausgangspunkt zurück.

  • DAUER: 3 STUNDEN
  • HÖHENMETER ZUM AUFSTEIGEN: 630 M ab Pampeago – 480 M ab Passo Feudo
  • HÖCHSTER PUNKT: 2681 M
  • SCHWIERIGKEIT: Medium

Ausgangspunkt Obereggen

Von der Bergstation des Sessellifts Oberholz aus nehmen Sie den Weg Nr. 18, der über einer Grashalde hinaufführt, die dann in Schotter und Geröll übergeht. Sie kommen dabei an einem schmiedeeisernen Kreuz vorbei, gefolgt von einer Reihe hölzerner Stufen. Danach erreichen Sie einen ganz kurzen Abschnitt mit einfach zu bewältigenden, seilgesicherten Felsplatten. Kurz darauf sind Sie schon beim ersten Zwischenstopp angelangt, eine erdige Stelle am Fuße der Felswände des Latemar.

Hier steigen Sie schräg über einen Hang mit zersetzten Felsen empor, bis Sie den Rand einer Geröllmulde mit großen Felsbrocken Erreichen. Ein paar Kehren führen Sie zu einer kleinen Scharte, die den Zugang zum interessantesten Teil der Wanderung bildet. Sie betreten nun ein felsiges Tal, ein wahres Labyrinth, das von Türmen und Bergspitzen umgeben und mit großen, für die Dolomitenlandschaft typischen Geröllbrocken übersät ist.

Bald biegt der Weg nach links ab und steigt bis zum Hauptkamm an. Vor uns öffnet sich nun der kleine Einschnitt der Gamsstallscharte, die man über eine schmale und tiefe Rinne erreicht. Von der Scharte aus öffnet sich der Blick auf das mächtige Amphitheater des Latemar.

Der Weg Nr. 516 führt Sie in etwa einer halben Stunde bergab bis zur Latemarhütte, wobei nur ein letztes kurzes Stück noch bergauf führt. Hier können Sie weitere charakteristische, für den Latemar typische Felsformationen bewundern, darunter den sagenhaften Felsturm Torre di Pisa und vom Hubschrauberlandeplatz auf fast 2.700 m Höhe ein unglaubliches 360°-Panorama auf die Gebirgskette des Lagorai und das Granitmassiv der Cima d’Asta. Auf der linken Seite ragen die Pale di San Martino mit ihren spitzen Formen empor. Noch weiter links können Sie die Civetta, den Monte Pelmo und den Antelao sehen. Es folgen: die Marmolata, die Tofana di Mezzo und der Piz Boè. Im Osten erblickt man den Ortler und den Monte Cevedale gefolgt von den Brenta-Dolomiten.

Nach einer Rast in der Berghütte geht es auf derselben Strecke zum Ausgangspunkt zurück.

  • DAUER: 3 STUNDEN
  • HÖHENMETER ZUM AUFSTEIGEN: 630 M
  • HÖCHSTER PUNKT: 2681 M
  • SCHWIERIGKEIT: Medium